Die Kindertagesstätte (Kita) in Ohne

 
In den größeren Gemeinden und Städten haben die Kindergärten eine lange Tradition. In den kleinen ländlich geprägten Gemeinden sah man diese Notwendigkeit zunächst noch nicht. Anfang der 70er Jahre änderte sich das.

Spielkreis Ohne Der damalige Oberkreisdirektor Dr. Terwey hatte im Jugendwohlfahrtsausschuss angeregt, in den kleineren Gemeinden mit finanzieller Beteiligung des Landkreises Halbtagskindergärten einzurichten.

 
Der Ohner Bürgermeister Albert Klinge war ein eifriger Befürworter dieser Idee. Er fand beim Rat der Gemeinde Ohne offene Ohren und man ging augenblicklich an die Realisierung dieses Vorhabens heran.
Am 29.09.1971 fand ein Gesprächsabend statt, woran die Eltern der 4 – 6jährigen Kinder teilnahmen. Auch diese waren begeistert.
Sofort ging die Gemeinde daran, in der Schule einen Raum entsprechend herzurichten.
 
Nach umfangreichen Umbauarbeiten fand dann am 15. Juni 1972 die offizielle Einweihungsfeier statt.
Der damalige Oberkreisdirektor Dr. Terwey nannte dieses einmalige Modell beispielhaft für Niedersachsen. Weiter sagte er: „Die Halbtagskindergärten sind keine Kinderbewahranstalten, sonder hier wird frühkindliche vorschulische Erziehung praktiziert.“ Die 4 – 6-Jährigen, die oft isoliert aufwachsen, sollten bessere Chancen bekommen und spielend das Lernen üben.
 
In einer Vormittags- und einer Nachmittagsgruppe wurden zunächst 50 Kinder betreut. Die Betreuerinnen Aleida Börgeling, Karin Lansmann, Anni Dovengerds, Hannelore Egbers, Christine Wilbrand und Hertha Klinge hatten sich in einem vierwöchigen Spielkreis Ohne Ausbildungskurs auf diese Aufgabe vorbereitet.
Bis zum 31.12.1988 war Anni Dovengerds Spielkreisleiterin, Ihr folgte dann Maria Wessels. Bis zum 01. August 2001 war Christine Wilbrand als 2. Kraft eingestellt, sie ging dann in den verdienten Ruhestand. Bärbel Nolte trat ihre Nachfolge an.
Nach 20 Jahren Spielkreisleitung und nach außerordentlich erfolgreicher Tätigkeit wurde Maria Wessels am 01.08.2007 verabschiedet. Nachfolgerin wurde Gerlinde Herwing.
 
In all den Jahren sind immer wieder Frauen bereit gewesen, als Aushilfe – z.B. Krankheitsvertretung – einzuspringen.
Die Gemeinde hat durch die Einstellung hochqualifizierter Betreuerinnen versucht, die Kinder gut auf die Schule vorzubereiten.
Die Räumlichkeiten wurden mehrmals renoviert und somit immer wieder den Erfordernissen angepasst.
 
Der Spielplatz ist großzügig angelegt. Er wurde mit erheblichem Einsatz der Eltern und Großeltern und anderer freiwilliger Helfer völlig umgestaltet.
Um den Kindern die Natur näher zu bringen, findet 1 x wöchentlich ein Waldtag statt. Zur Zeit werden 22 Kinder von Gerlinde Herwing und Bärbel Nolte betreut.